Rund 650 Besucher kamen am ersten Aprilwochenende zu den Frühjahrskonzerten der Jugendkapelle Rednitzhembach.

Wie bereits in den letzten Jahren eröffnete am Samstag das Jugendorchester und am Sonntag das Nachwuchsorchester das Konzert. Für die jungen Nachwuchstalente ist das Frühjahrskonzert eine willkommene Möglichkeit, die von ihnen erarbeiteten Stücke einem breiten Publikum zu präsentieren. Und so gaben sich die jungen Spielerinnen und Spieler keine Blöße und trugen ihr Programm mit Bravour vor. Für die große Spielfreude wurden sie mit reichlichem Applaus belohnt.

 

KonzertHPDen zweiten Teil des Konzerts eröffnete das große Orchester mit „Valhalla", das in seiner Klangfülle an Ouvertüren von Wagner erinnert, und voluminöser Bläserklang erfüllte die Halle. Nach dem „Kirschblütenzauber" brillierte Frank Fehrer, ein langjähriger Musiker der Jugendkapelle, beim „Konzert für Soloklarinette und Militärorchester" von Rimsky-Korsakov. In drei Sätzen wurde Fehrer sowohl den schnellen Läufen als auch den melodiösen Abschnitten gerecht und brachte fast schon Kammermusikflair in die Rednitzhalle.

„Ist jemand von der Polizei anwesend" – so begann Dirigent Leonhard Meisinger das Konzert nach der Pause, alle Trompeten seien wie vom Erdboden verschluckt und nun war guter Rat teuer. Ein echter Trompeter lässt sich durch so etwas aber nicht aus der Ruhe bringen, und das Gelächter im Publikum war groß, als zu den ersten Takten von „Also sprach Zarathustra" die Trompeten lediglich auf ihren Mundstücken die entsprechenden Töne erzeugten. Beim Donauwalzer klang das dann zugegebenermaßen eher wie eine gut intonierende Entenschar, aber die Spieler hielten tapfer auch die längsten Töne aus, und am Ende der „Mouthpiece Mania" (des Mundstück-Wahnsinns), „fanden" sich alle Trompeten wieder. So hatten am Ende dieses Aprilscherzes die Musiker die Lacher auf ihrer Seite.

Die Komposition „Arcus", die von der Reise eines kleinen Jungen über den Regenbogen erzählt, spannt einen weiten musikalischen Bogen. Die Musik ist dabei so reich an unterschiedlichen Farben wie der Regenbogen selbst. So vermischt sich zum Beispiel Musik der Romantik mit Einflüssen aus Jazz oder Funk. Die musikalischen Szenarien gehen so fließend ineinander über wie das Farbspektrum des Regenbogens.

Im Dialog zwischen Blasorchester und Solisten (drei Trompeten, drei Posaunen und Tuba) wechselte beim „Concerto.blecho.Grosso." die Musik mehrfach zwischen traditionell anmutenden Bläserweisen und modernen Passagen. In den Soloparts improvisierten Andreas Schreiber, Christina Oumard, Stefan Haubner, Oliver Pichl, Marco Anjelski, Manuel Leisinger und Thomas Bürger gekonnt und virtuos.

„Hymn to the Fallen" – eine Hommage an die Gefallenen aus dem Film „Der Soldat James Ryan" wurde vom großen Orchester der Jugendkapelle mit so viel Gefühl intoniert , dass das Publikum fast atemlos lauschte und man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Mit „Children of Sanchez" legte das Große Orchester dann noch mal richtig los und der pulsierende Grundrythmus im Tiefblech bereitete einen treibenden Teppich für die Melodie. Mit zwei Zugaben, einem Medley von Adele und dem Astronautenmarsch verabschiedeten sich die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Leonhard Meisinger nach diesen großartigen Konzert von den Zuhörern.