waldserenade

Die spinnen, die Römer (in diesem Fall die Rednitzhembacher). Manch einem kam vielleicht dieser Satz aus Asterix in den Sinn, als er die Plakate zur literarischen Wald-Serenade gesehen hatte.

Blasmusik im Wald - geht das? Und ob, das geht sogar hervorragend. Leonhard Meisinger, Dirigent der Jugendkapelle Rednitzhembach, hatte für seine Musiker des Großen Orchesters ein lauschiges Plätzchen im „Mühlbug“ ausgesucht.

Dort verzauberten die Musiker am 1.Juli ab 21 Uhr mit ausgesuchten Stücken das zahlreiche Publikum. Dennis Pfefferkorn, der bis zum Beginn seines Studiums Posaune im Großen Orchester spielte, trug zwischen den einzelnen Titeln stimmige Texte zu den Musikstücken vor.  Und so blieb dem Publikum, eine Stunde lang zu lauschen: auf die Musik, auf Gedichte von Schiller (Hoffnung), Eichendorff (Mondnacht), v. Arnim (Der Vulkan) und Assisi (Der Gesang von Bruder Sonne), auf Dialoge aus Goethes Faust und Shakespeares Sommernachtstraum und auf das abendliche Zwitschern der Vögel, die sich durch die Musik offenbar angespornt fühlten.

Ruhig und besinnlich begann der Abend mit der „Serenade“ von W. Koenen und „Pavane in Blue“. Ein erstes Highlight war dann „Mazama“, ein Werk, das mit exotischen Instrumenten wie Okarina (Tonflöte), indianischen Kultgesängen und dem Rhythmus der Schlagzeuger in die Welt der Indianer entführt. Mit dem Hochzeitsmarsch von Mendelsson-Bartoldy wurde es dann feierlich,  ehe mit „Pilatus, Mountain of Dragons“ ein weiterer Höhepunkt folgte. Mit dem Notturno aus dem Sommernachtstraum und dem Volkslied „Der Mond ist aufgegangen“ verabschiedeten die Musikerinnen und Musiker die rund 130 Zuhörer in einen schönen Abend. Eine Fortsetzung der Reihe "Musik an ungewöhnlichen Orten" folgt.

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