Kunterbunt und kreuz und quer

 – unter diesem Motto stand das Frühjahrskonzert der Jugendkapelle Rednitzhembach in diesem Jahr. Und so durfte das Publikum an zwei Tagen fünf Orchester erleben, die eine breite Palette unterschiedlicher Genres präsentierten.

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Den Beginn machte am Samstag die Bläserklasse, deren Spielerinnen und Spieler erst seit knapp zwei Jahren musizieren, die aber schon routiniert auf der  großen Bühne agierten. Beim „Power Rock“ forderten die Kinder das Publikum lautstark zum Mitmachen auf und so wurden die Zuhörer und Zuhörerinnen zur  220 –Mann starken Percussion-Gruppe.

Im Anschluss präsentierte sich eine neue Gruppierung: Da Corona auch bei der Jugendkapelle Rednitzhembach nicht ohne Auswirkung geblieben ist, fasste Leonhard Meisinger das Jugendorchester und die Hembacher Spätlese zu einem generationenübergreifenden Orchester zusammen. Dabei ist es ihm absolut gelungen, beide Orchester zu einem homogenen Klangkörper zu formen, der mit einem abwechslungsreichen Programm aus Yellow Submarine, Y.M.C.A., Bravura, Young Life und dem Tango aller Tangos, La Cumparsita, überzeugte.

Mit der Festival Ouverture eröffnete das Große Orchester den dritten Teil des Konzertes und begeisterte das Publikum im weiteren Verlauf mit Kap Arkona, Aladdin, The Wizard of Oz und The Monk and the Mills mit wunderbaren Arrangements aus der sinfonischen Blasmusik. The Monk and the Mills erzählt die Geschichte von einem hartherzigen Volk im Tal der Mühlen, das durch die Lieder, die ein einsamer Wanderer zu ihnen bringt, zurück zur Lebensfreude findet. Hier brillierte Solist Julian Falkner am Alphorn und bekam äußerst verdient großen Sonderapplaus.

Solist Julian Falkner am Alphorn

Mit der ukrainischen Nationalhymne als Zugabe wurde ohne viele Worte und ohne jegliche politische Stellungnahme der schwierigen Lage der Menschen im Kriegsgebiet gedacht (siehe auch unten).

Der Konzert-Sonntag stand ganz im Zeichen der leichten Unterhaltung. Das Nachwuchsorchester präsentierte sich mit viel Spielfreude und einem schwungvollen Programm, bei dem ein Marsch genauso wenig fehlen durfte wie lateinamerikanische Rhythmen. Als Zugabe präsentiere das Nachwuchsorchester seine All-Time-Favourites: Filmmusik aus Fluch der Karibik und  Superkalifragilistikexpialigetisch aus Mary Poppins.

Back to the Eighties – mit dem Police-Academy Marsch und den Hits aus der 80er Kulttour bot die Recycling-Band gewohnt schwungvolle Unterhaltung. Mit Santiano gab es Rock von der Küste, Granada entführte nach Spanien, Memories of Sao Paulo machte Lust auf Samba!  Mit der Zugabe „Ein Leben lang“ setzte die Recycling-Band einen stimmungsvollen Schlusspunkt.


Spenden für die Ukraine  - #helpforUkraine

Auch wenn die unbeschwerte Unterhaltung beim Frühjahrskonzert im Vordergrund stand, brachten die Musiker-/innen der Jugendkapelle Rednitzhembach mit der ukrainischen Nationalhymne ihr Mitgefühl für die vom Krieg betroffenen Menschen zum Ausdruck. Willig folgte das Publikum dem Spendenaufruf und so kamen am Samstag und Sonntag insgesamt 1.362,20 Euro zusammen. Das Geld geht an das Rote Kreuz in Polen, dem die komplette Organisation bei der der Versorgung der Geflüchteten in den Auffanglagern an der Grenze obliegt.  Professor Radek Szarek, ehemaliger Ausbilder für Schlagwerk bei der Jugendkapelle Rednitzhembach, konnte sich kürzlich bei einem Besuch in Polen mit eigenen Augen von der hervorragenden Arbeit des polnischen Roten Kreuzes überzeugen. Die Jugendkapelle Rednitzhembach bedankt sich ganz herzlich bei allen, die diese Aktion mit kleinen und großen Geldbeträgen unterstützt haben.